Interessantes zum Buchstaben S
Sägezahn
Den so genannten Sägezahn bezeichnen Reifenexperten den ungleichmäßigen Abrieb an den Querkanten von Profilblöcken in Laufrichtung des Reifens. In fortgeschrittenem Stadium verursachen Sägezähne oft lästige Vibrationen und Laufgeräusche. Vermeiden lässt sich dass, wenn man zwischen Vorder- und Hinterachse rechtzeitig die Räder wechselt.
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Schlupf
Der Schlupf ist der Unterschied zwischen dem geometrischen Radumfang und der tatsächlich zurückgelegten Strecke bei einer Radumdrehung. 100 prozentiger Schlupf ist wenn die Räder durchdrehen oder blockieren. Je höher die Antriebs- oder Bremskräfte wirken, desto höher der Schlupf. Auch wenn man es nicht bemerkt: Ein geringes Maß an Schlupf ist beim Fahren immer vorhanden. Daher auch der Reifenverschleiß.
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Schulterabrieb
Ein einseitiger Schulterabrieb stellt sich vor allem dann ein, wenn die Position des Rades zur Fahrbahn nicht optimal ist. Sollte es zu einem einseitigen Schulterabrieb kommen, sollte die Spur bzw. den Sturz dringend überprüft werden. Beidseitiger Schulterabrieb hingegen geht meist auf zu geringem Luftdruck und/oder einer ständigen Überlast zurück. Fahrer, welche gern sportlich und mit hohem Landstraßenanteil und insbesondere Kurven fahren, werden vom erhöhten Reifenabrieb auf den Außenschultern betroffen sein. Auch dann, wenn die Achseinstellung korrekt ist. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Räder auf der Felge zu drehen und von rechts nach links zu auszutauschen. Ausnahme sind dabei allerdings laufrichtungsgebundene Profile.
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Silikat
Silikat ist ein in letzter Zeit häufig verwendeter Füllstoff für Kautschukmischungen. Mit Silikat lässt sich die Haftung (Grip) von Reifen bei Nässe verbessern und der Rollwiderstand senken.
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Slicks
Die Bezeichnung Slicks kommt aus dem Motorport. Slicks nennt man die profillosen Rennsportreifen mit extrem haftfähiger Laufflächenmischung. Slicks haften auf trockenem Untergrund besonders gut, sind aber bei Nässe nicht mehr zu gebrauchen. Für den Alltag sind solche profillosen Reifen deshalb gänzlich ungeeignet. Außerdem ist die Laufleistung solcher Reifen meist äußerst gering.
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Speed Index
Speed Index (SI) ist die englische Bezeichnung für den Geschwindigkeitsindex (GI) welcher durch einen Buchstaben, dem Geschwindigkeits-Symbol (GSY), am Ende der Größenbezeichnung angegeben ist. Er gibt die maximal erlaubte bzw. zugelassene Höchstgeschwindigkeit des Reifens an. So darf man mit einem Reifen 195/50 R15 82 V maximal bis zu einer Geschwindigkeit von 240 km/h fahren. Weitere Geschwindigkeitssymbole (relevant für Autos):
S = bis 180 km/h,
T = bis 190 km/h,
H = bis 210 km/h,
V = bis 240 km/h,
W = bis 270 km/h,
Y = bis 300 km/h,
ZR = über 240 km/h
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Schlauch
Bei heutigen Autoreifen sind zwar TL (Tubeless – Schlauchlos) Reifen üblich, jedoch beim Auswechseln von Tube Types (Schlauchreifen) Reifen sollte darauf geachtet werden, dass ein neuer Schlauch verwendet wird, da alte Schläuche ausgedehnt sind und sich in Falten legen können. Der Faltenwurf führt zu Unwuchterscheinungen und zum Scheuern des Schlauchs an der Reifeninnenseite.
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Schlauchlos
Diese Reifen sind an der Reifenbezeichnung tubeless zu erkennen. Schon 1943 wurde bereits der erste schlauchlose Reifen entwickelt. Heute sind solche Reifen die gängige Art Reifen.
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Schneeketten
Bei extremen Schnee- und Streckenbedingungen, die auch mit Winterreifen nicht mehr zu bewältigen sind, bieten Schneeketten die Möglichkeit, ans Ziel zu gelangen. Besonders gebräuchlich sind Schneeketten in den Alpenregionen. Ohne Schneeketten geht dort teilweise gar nichts mehr. Winterurlauber sollten also auf jeden Fall mit entsprechenden Schneeketten ausgerüstet sein. Die Wichtigsten Tipps bei Umgang mit Schneeketten:
1. Bei vielen Breitreifen ist aus Platzgründen keine Kettenmontage möglich. Vor dem Kauf sollten Sie also darauf achten, dass die Kettengröße mit der tatsächlichen Bereifung und der Felge auch kombinierbar ist.
2. Bevor Sie zum Beispiel in die Berge fahren, sollten Sie vorher unbedingt die Kettenmontage zu Hause üben.
3. Vorsicht geboten ist bei der Kombination von Ketten und Leichtmetallrädern. Bei manchen Kettentypen ist auch insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung eine Beschädigung der Felge möglich.
4. Schneeketten immer auf die Antriebsräder montieren, ansonst bringen Schneeketten gar nichts. Im Zweifel beim Fahrzeughersteller nachfragen.
5. Beim Fahren mit Schneeketten haben die kettenlosen Räder erheblich weniger Seitenführung und blockieren beim Bremsen früher.
6. Mit Schneeketten die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten.
7. Auf schneefreier Fahrbahn sollten die Schneeketten möglichst sofort demontiert werden.
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Schnelllauffestigkeit
Die auf die Reifen wirkende Zentrifugalbeschleunigung ist extrem. So beträgt diese bei beispielsweise 200 km/h die tausendfache Erdbeschleunigung. Deshalb beschichten die Reifenhersteller den Gürtelcord mit Kautschuk, um so später einen festen Verbund mit dem Gummi zu erreichen. Die Stahlgürtel werden außerdem zusätzlich mit mehreren Nylonabdeckungen versehen um diesen Kräften entgegenzuwirken.
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Schräglaufwinkel
Der Schräglaufwinkel bezeichnet den Unterschied zwischen der Stellung des Rades und der tatsächlichen Fahrtrichtung. Ein großer Schräglaufwinkel erfordert folglich einen starken Lenkeinschlag, um die Richtungsänderung zu bewirken. Je steifer der Reifenaufbau, desto geringer ist dieser Winkel und desto sicherer das Fahrverhalten - jedoch auf Kosten des Fahrkomforts.
Seitenkräfte treten beim Fahren in Kurven auf und lassen dort keinen Spielraum mehr für Längskräfte beim Bremsen. In einer Kurve sollte man also möglichst weder bremsen noch Gasgeben.
Eine Unwucht an den Rädern von nur 10g wirkt durch die Fliehkraft bei einer Geschwindigkeit von 100km/h wie immerhin 2,5kg. Bei 200km/h sind das allerdings schon 10kg. Dadurch werden Reifen, Radlager und Radaufhängung übermäßig beansprucht. Bei der Montage sollte also deshalb nicht auf das Auswuchten und Feinauswuchten verzichtet werden. Auch bei geschwindigkeitsabhängigen Schwingungen oder Wackeln des Lenkrads sollten die Räder neu ausgewuchtet werden.
Die Seitenwand ist ein sehr empfindlicher Teil des Reifens und beeinflusst die Fahreigenschaften und den Komfort. Ein Defekt durch unsachgemäßes Benutzen kann sich aber erst nach Monaten oder Jahren bemerkbar machen.
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Selbsttragende Reifen
Selbsttragende Reifen haben gegenüber normalen Reifen einen verstärkten Unterbau. Dies zeigt sich in einem veränderten Karkassen- und Gürtelbereich, versteiften Seitenwänden und Wulstzonen. Die Vorteile von solch verstärkten Flanken liegt in der Vermeidung des direkten und sofortigen Kontakts zwischen Felge und Innenseite der Lauffläche. Welche die eine rasche Zerstörung des Reifens nach sich zieht. Außerdem können die Reifen auf herkömmliche Felgen montiert werden. Aufgrund der Seitenwandverstärkungen lassen sich die Reifen auch bei völligem Druckverlust über längeres Strecken fahren.
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Silica
Die gefällte Kieselsäure Silica ermöglicht in Verbindung mit einer speziellen Kautschuksorte einen um bis zu 20Prozent geringeren Rollwiderstand, sowie ein besseres Nässeverhalten und eine höhere Laufleistung.
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SmartTRED
Das neuartige SmartTRED-System gewährleistet exzellente Traktion im Winter und optimale Haftung im Sommer. Die neue Technologie verbindet dabei die verschiedensten Reifeneigenschaften so miteinander das ein möglichst guter Kompromiss gefunden wurde. Die Kombination von stabilen Schulterblöcken, einer stark lamellierten Mitte und einer besonderen Bodenaufstandsfläche sorgt für die selbsttätige und flexible Anpassung des Reifens an wechselnde Fahrbahnbedingungen.
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Sommerreifen
Der Sommerreifen ist ein Reifen für trockene Straßen, hohe Temperaturen, relativ hohe bis sehr hohe Geschwindigkeiten mit entsprechenden Temperaturbelastungen sowie feuchten und nassen Fahrbahnen.
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Spikes
Nägel, die so genannten Spikes dienten bis 1975 als mechanische Traktionshilfe am Reifen. Diese Art von Reifen darf heutzutage allerdings nur noch mit strickten Einschränkungen in skandinavischen Ländern gefahren werden.
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Spur
Die Spur ist der Abstand zwischen den Reifenmitten einer Achse. Kann zwischen Vorder- und Hinterachse differieren.
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Sturz
Unter Sturz versteht man die Neigung eines Rades bzw. seiner Mittellinie gegenüber der Senkrechten zur Fahrbahn. Ist das Rad oben nach außen geneigt, dann ist der Sturz positiv bei oberer Neigung des Rades nach innen ist der Sturz entsprechend negativ. Wodurch die Reifenaufstandsflächen einseitig (innen oder außen) belastet werden, und sich dadurch die Tragfähigkeit der Reifen reduziert.
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Hinweis: Dieses Reifenlexiko erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird ständig ergänzt und erweitert. Ebenso übernehmen wir keine Gewähr auf die absolute Richtigkeit der Angaben. Alle Informationen wurden nach besten Wissen und Gewissen zusammengetragen und hier wiedergegeben. Weitere interessante Informationen über Reifen finden Sie in den Reifen-Infos und bei den Reifen-Tipps. Viel Spass nun beim stöbern im Reifen-Lexikon! |